Körper-Politik

«Mein Körper gehört mir» – das war und ist ein Kernsatz der Frauenbewegung.

Mädchen- und Frauenkörper werden häufig vom ersten Atemzug an abgewertet. In einigen Ländern ist es auch heute noch lebensbedrohlich, als Mädchen geboren zu werden. Aber auch in der europäischen Gesellschaft und weltweit ist der Blick auf Frauen häufig ein abwertender, werden Frauen als minderwertig oder als Objekt, als Beute angesehen. Lesben, die Männern auch potenziell nicht sexuell zur Verfügung stehen, werden nach wie vor häufiger angegriffen und ausgegrenzt als andere Frauen.

Daran konnte der gesellschaftliche Wandel nur teilweise etwas ändern, da sexuelle und sexualisierte Gewalt zum Grundprinzip patriarchaler Herrschaft gehören, die immer wieder verfeinerte Methoden zur Spaltung von Frauen und Kindern ERfindet.

Die «Machbarkeitsgesellschaft» bringt eine neue Dimension in die Wahrnehmung von Lesben. 

In dieser Gesellschaft bestimmt der Kopf den Körper. Sinnlichkeit und Körperlichkeit treten in den Hintergrund. Die Kapitalisierung und Optimierung von Körpern und deren Anpassung an die binäre Ordnung treten immer mehr in den Vordergrund.

Aus diesen Gründen ist ein Schwerpunkt des Bremer LFT die Körperlichkeit und die Liebe und Empathie von Lesben für ihren eigenen Körper in ganz unterschiedlichen Bereichen. Unsere Körper gehören uns nicht nur, sie sind in all ihren Eigenheiten schön. 

Das LFT2021 möchte für Lesben Raum bieten, sich ein stückweit von Angriffen und Abwertungen zu erholen und die Vielfalt und das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele wieder wahrzunehmen.

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